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Aug in Auge |
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Regie: Gerhard Rois Mitwirkende: Susanne Kubelka, Gerhard Roiss, Katharina Schmölzer, Oliver Vollmann, Andre Lehnert, Guido Renner |
Musik: Suzanne Josek, Saad Thamir Ausstattung: Tanja Drinkhausen Licht: Dietrich Körner |
"Aug in Auge" von Tschingis Aitmatov (nominiert für den
Literatur-Nobelpreis 2006) ist das erste, länderübergreifende
Theaterprojekt von Coop05. Aitmatovs beklemmende Erzählung über
eine Frau die ihren desertierten Mann gegen den Widerstand eines ganzen
Dorfes versteckt, wurde von Coop 05 dramatisiert und mit einfachsten Mitteln
auf der Bühne umgesetzt und im März 2007 vom Bundeskanzleramt
in Wien prämiert.
Thema der Arbeit ist Krieg und die Entfremdung menschlicher Grundsätze.
Auf einer leeren Bühne konzentriert sich Regisseur Gerhard Roiss
auf den Menschen und seine Würde .
Eigens für dieses Stück komponierte Gesänge und entfremdete
Volkslieder, sowie instrumentale Stimmungen bilden die Basis für
das Archaische der Geschichte.
Tschingis Torekulowitsch Aitmatow wird am 12.Dezember 1928 im Dorf Sheker
im Talas-Tal als ältestes von vier Kindern geboren .Sein Vater ist
Gebietsparteisekretär der KPdSU in Kirgisistan. 1935 Umzug der Familie
nach Moskau, wo der Vater studieren will. 1937 Erschießung des Vaters
im Zuge der stalinistischen „Säuberungsaktionen“.( Rehabilitierung
1956 ) Nach dessen Rehabilitierung im Jahr 1956 Rückkehr der Familie
nach Kirgisistan.
Ab 1942 arbeitet der 14-jährige Tschingis Aitmatow als Sekretär
des Sowjets seines Heimatdorfes.1946 holt er den Abschluß der 8.
Klasse nach, studiert dann am Veterinärtechnikum in Dzambul und ab
1948 am Kirgisischen Landwirtschaftsinstitut in Frunse ( später Bischkek
), Abschlußprüfung 1953 mit Auszeichnung. Eine wissenschaftliche
Aspirantur scheitert am Einspruch des Parteibüros. Aitmatow arbeitet
als Tierzüchter und beginnt zu schreiben. 1954-1956 Lehrgang für
junge Autoren am Moskauer Gorki-Literaturinstitut. Seine Abschlußarbeit
ist die Erzählung „Dschamilja“( Erzählung, Buchausgabe
1959)
Anschließend arbeitet Aitmatow als Chefredakteur der Zeitschrift
„Literaturnaja Kirgizija“ und als „Prawda“-Korrespondent.
1988 übernimmt er die Chefredaktion der Moskauer Zeitschrift „Innostrannaja
Literatura“ (Literatur des Auslands).
In der Sowjetunion wird Aitmatow zu einem der beliebtesten Autoren. Anerkennung
wird ihm auch von offizieller Seite zuteil: Für seine „Erzählungen
der Berge und Steppen“ erhält er 1963 den Leninpreis, für
den Roman „Abschied von Gülsary“ (1966), 1968 den Staatspreis.
1968. Nach diesen ersten Erfolgen schreibt Aitmatow zweisprachig : russisch
und kirgisisch.
In den 70er Jahren emanzipiert sich Aitmatows Erzählstil zunehmend
von der staatlich propagierten Poetik des „Sozialistischen Realismus“
Auffallend ist vor allem die Einarbeitung mythischer Zitate, vorzugsweise
aus kirgisischen Epen und Legenden, die dem Leser eine faszinierend fremde
Welt erschließen und zugleich den thematischen Zugang zu allgemein-menschlichen
und ethischen Fragen eröffnen. In Werken wie „Abschied von
Gülsary“ (1966) und „Der weiße Dampfer“ (1970)
behandelt er soziale Konflikte, die oft im Alltagsleben der ländlichen
Bevölkerung Kirgisistans angesiedelt sind. Wiederkehrende Themen
sind das Verhältnis der Macht des Staates oder Kollektivs zu dem
Individuum, und der Tradition gegenüber der persönlichen Emanzipation,
sowie die Frage der Macht des Menschen über die Natur. Aitmatow entwickelt
so ein ethisch ausgerichtetes, ökologisch fundiertes Weltbild. In
der Sowjet-Kritik setzt er sich damit freilich dem Vorwurf des „abstrakten
Humanismus“ aus „ (Quelle: Munzinger Archiv)
Weitere Werke:“ Der Tag zieht den Jahrhundertweg“, „Der
Richtplatz“
„Begegnung am Fudschijama“ (Auswahl)
2006 wird T. Aitmatov für den Literatur-Nobelpreis nominiert.
T.Aitmatov ist Botschafter der Republik Kirgisien in Brüssel.
Seit dem Jahr 2000 gibt es über 40 000 Deserteure der US-Streitkräfte
Fast die Hälfte der Bevölkerung Afghanistans hat ihren gesamten
Besitz verloren.
13 Millionen Iraker werden offiziell als DP `s geführt ( displaced
persons, -Menschen ohne Heimat)
Mehr als sechs Millionen Menschen sind aus dem Irak geflohen.
655.000 Menschen haben seit dem Einmarsch der US -Truppen im März
2003 ihr Leben verloren.
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