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Das Konzert - mit Kartenverlosung

Russisch / Französischer Geniestreich

Die Kraft der Musik wurde ja schon oft im Kino präsentiert. Dabei wurde aber nicht selten der Film selbst stark vernachlässigt. Nicht so in „Das Konzert“. Hier stimmt alles, der dramaturgische Aufbau, die Authentizität, die Komik, die Tragik und nicht zuletzt die wundervolle Musik von Tschaikowskys „Konzert für Violine und Orchester“.


Regie: Radu Mihaileanu
Darsteller: Aleksei Guskov, François Berléand, Mélanie Laurent, Miou-Miou
Land: RU / FR
Kinostart: 29.07.2010


Zwei scheinbar unvereinbare Welten prallen aufeinander: Rußland und Frankreich. Das eine alt und vom Kommunismus ausgehöhlt – das andere hochentwickelt und frei. Aber je mehr der Film voranschreitet, desto mehr erkennt man die gemeinsame Brücke, die Musik. Schon ab dem ersten Ton sind die beiden Welten vereint und alle Randbedingungen außerhalb des Konzertsaals sind vergessen und belanglos.



Genauso ergeht es auch dem Kinobesucher. Nach der anfänglichen Heiterkeit entwickelt der Film einen immer größer werdenden Sog. Man wird hineingezogen in die Geschichte und will immer mehr wissen, was hinter dem Ganzen steht. Der herausragende Schluss ist hierbei die Krönung und finalisiert einen perfekten Film.



In der ganzen Heiterkeit und Tragik des Films geht es dabei immer um ein Thema. Wie auch in Tschaikowskys „Konzert für Violine und Orchester“ zeigt der Film die Verbindung des Einzelnen zur Gesellschaft. Nur wenn dieses Zusammenspiel optimal funktioniert, wird aus dem Ganzen ein wunderbares Gesamtkunstwerk. Durch die vielen gut ausgearbeiteten Charaktere breitet sich noch dazu eine große Vielfalt aus.



Die einzelnen Typen werden überzogen, aber ohne sie lächerlich oder unmenschlich zu gestalten. Die Schauspieler nehmen Ihre Rollen ernst und geben ihnen Authentizität. Deshalb ist es zu empfehlen den Film im Russisch/Französischem Original anzusehen. Auch wenn man hierbei öfter auf die Untertitel sehen muss, entsteht doch viel mehr Ausdruck durch die Original-Sprache. Moskau und Paris werden lebendig und die Figuren bleiben echt. Bei der deutschen Fassung ist dies nicht immer der Fall.



Abschließend sei gesagt, dass mit „Das Konzert“ ein hochkunstvoller und dabei aber sehr erdiger Film in unsere Kinos kommt. Er wird in 2010 seinesgleichen suchen und sticht klar hervor aus dem ansonsten doch sehr oberflächlichem Popcorn – Kino. Also definitiv nicht entgehen lassen.



Kartenverlosung:

Wir verlosen unter unseren Online-Lesern 3*2 Freikarten für "Das Konzert"

Bitte schickt die Antwort auf die folgende Frage bis zum 25.07.2010 an hotcritics@web.de und vergesst nicht Eure Postanschrift mit anzugeben:

Welche Rolle spielte Mélanie Laurent bei ihrem großen Auftritt in dem letzten Quentin Tarantino - Film?
Tipp: Ihre Rolle war ganz nah am Kino.

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verfasst am 14.06.2010 von Ron Raven


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