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Werwolf

Klassisches Remake

Werwölfe sind ja im Horror-Genre inzwischen wohlplaziert und auch schon persifliert. Das reicht von Superhelden bis zur Witzfigur. In der aktuellen Wolfman-Verfilmung geht es eher klassisch an das Thema. Ein paar neue Winkelzüge sind dennoch enthalten. Ob diese ausreichen um ein Remake auch schlüssig zum machen muss sich zeigen.


Regie: Joe Johnston
Darsteller: Benicio Del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt
Land: GB
Kinostart: 11.02.2009


Dartmoor, der wohl nebeligste Platz der Welt eignet sich ja ideal für Horrorgeschichten. Hier wurden schon etliche Edgar Wallace Filme abgedreht und auch für das Remake von Wolfman wurde dieser verwunschene Ort gewählt. Das Moor und der Nebel spielen aber allenfalls ein kleine Nebenrolle und dienen nur zur Umrandung der phantastischen Mondaufnahmen. Durch ständige Zeitrafferaufnahmen wirkt der Mond wie im Fieber und strahlt eine Energie aus, die fast greifbar erscheint.



Das Setting und die Ausstattung des Films sind somit wohlgewählt und lassen auf einen guten Film hoffen. Noch dazu wird die Vater-Sohn-Beziehung des Werwolfes stark ins Zentrum gerückt und gibt neue Facetten zum altbekannten Thema. Auch die Schauspieler wurden sorgsam gewählt und hätten das Zeug zu einem tiefgründingen Film. Somit wäre alles bestens gewählt für eine neue Sicht auf das altbekannte Themas.



Leider aber verpuffen diese Ansätze allesamt und werden nicht weiter vertieft. Vielmehr lässt man sich auf die simpelsten Schrecksequenzen ein auch wenn sie unlogisch sind. So werden die Sinne eines Werwolfs zum Beispiel als sehr stark ausgeprägt dargestellt. Pferde hört der Werwolf zum Beispiel schon, wenn Sie noch weit entfernt sind, aber ein Hund der zwei Meter vor ihm ist, kann er nicht von einem Menschen unterscheiden. Das ist bitter und entwertet all die guten Vorarbeiten des Films.



Einzig und allein die teilweise selbstironischen Ansätze der Verfilmung haben ihre Stärken. Vor allem der Nervenarzt, der vor seinen Kollegen darstellen will, dass sein Patient kein wirklicher Werwolf ist, sondern sich alles nur einbildet, hat hier eine phantastische Szene. Dies sind allerdings nur kurze positive Elemente in diesem Setting und machen den Film zwar kurzweilig, aber keineswegs bedeutend.





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verfasst am 12.02.2010 von Ron Raven


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